Weiterbildung in der Krise
Der Nutzen von Weiterbildung ist wissenschaftlich unumstritten, dennoch haben wenige Unternehmen die auftragsarme Zeit in der Wirtschaftskrise für verstärkte Weiterbildung genutzt. Ergebnisse der aktuellen Betriebsrätebefragung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung zeigen, dass weniger als ein Drittel der Betriebe seine – nicht staatlich geförderten – Weiterbildungsaktivitäten von Mitte 2008 bis Mitte 2009 ausgeweitet haben.
Das Institut befragte gut 2.300 Betriebsräte in Betrieben ab 20 Beschäftigten. Die wichtigsten Ergebnisse:
69 Prozent der Betriebe, die nicht besonders unter der Krise zu leiden hatten, haben ihr Weiterbildungsangebot seit Juli 2008 Weiterbildung unverändert gelassen. 57 Prozent der betroffenen Betriebe änderten ihr Fortbildungsprogramm ebenfalls nicht.
24 Prozent der von der Krise gebeutelten Betriebe haben ihre Fortbildungsaktivitäten zurückgefahren. Aber nur 8 Prozent in dieser Gruppe haben die Fort- und Weiterbildungsbeteiligung gesteigert. Unter den nicht betroffenen Betrieben reduzierten nur 9 Prozent den Umfang der betrieblichen Fortbildung, 21 Prozent bauten ihn aus.
Fazit: In Krisenzeiten konzentrieren sich Unternehmen auf ihr Kerngeschäft und scheuen die Kosten der Fortbildung
![]()


