AUTORIN: Gudrun Happich
Die Natur ist das erfolgreichste Unternehmen aller Zeiten – das hielt bereits der renommierte Kybernetiker Frederic Vester fest. Viele Naturgesetze lassen sich auf die Arbeitswelt übertragen. So greifen Ingenieure bei der Konstruktion und Entwicklung von Projekten schon lange auf Vorbilder der Natur zurück: beim Bau der Flughafenhalle in Stuttgart zum Beispiel, deren Tragwerk der Form von Bäumen und Ästen folgt, oder bei der Entwicklung von wasserabweisenden Oberflächen, die auch einige Pflanzenarten vorweisen.
Aber nicht nur im technischen Bereich kann die Natur Modell stehen – für die Organisation, das Managements und die Strategie von Unternehmen bietet sie ebenso Anregungen und Erfolgsprinzipien. Denn die wichtigsten Ziele aller Organismen in der Natur sind immer: zuerst überleben, dann weiter wachsen. Das gilt ganz ähnlich für die Wirtschaftswelt, die also Überlebens- und Wachstumsstrategien aus der Natur ableiten kann.
So zum Beispiel zeigt die Natur: Fehler passieren, und es ist besser, sich darauf einzustellen.
Genau das geschieht im Körper bei der Blutgerinnung. Denn Blut muss flüssig sein, um Gewebe an jeder Stelle im Körper zu versorgen. Flüssiges Blut aber tritt ungehindert aus dem Körper aus, wir würden bei der kleinsten Schnittwunde verbluten. Unser Körper geht davon aus, dass – trotz bester Vorbereitung und Planung – Fehler passieren und Verletzungen immer wieder vorkommen.
weiter lesen…
Eine aktuelle Umfrage der Innofact AG im Auftrag von Rundstedt HR Partners unter rund 500 Topmanagern und Führungskräften hat ergeben, dass Mitarbeiter-Förderprogramme ab dem 40. Lebensjahr drastisch einbrechen.
Demnach werden Arbeitnehmer über 40 Jahre nur noch in 8,7 Prozent aller Fälle entsprechend ihrer Potenziale gefördert. Und das bei gleichzeitig steigendem Anteil der über 40jährigen. Im Vergleich dazu werden Mitarbeiter, die zwischen 20 und 30 Jahre alt sind, zu 45,4 Prozent gefördert.
„Unternehmen sind gefordert, sich auf die Entwicklung ihrer Arbeitnehmer einzustellen und stetig neue Impulse in der Personalentwicklung zu setzen. Nur so können Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit bewahrt werden“, erläutert Sophia von Rundstedt, geschäftsführende Gesellschafterin bei von Rundstedt HR Partners. „Der Fachkräftemangel verschärft die Problematik zusätzlich. Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter werden mehr denn je gebraucht. Um sie an ein Unternehmen zu binden, müssen gezielte Maßnahmen zur Weiterentwicklung – wie beispielsweise Coachings oder Seminare – angeboten werden. Potenzialanalysen helfen den konkreten Bedarf zu erkennen.“
Quelle und mehr Information: rundstedt.de
Bild: Rainer Sturm, pixelio.de

Am 10. Juni und 11. Juni findet der 18. DGFP-Kongress und die Fachmesse „Persona & Weiterbildung“ in Wiesbaden statt.
Unter anderem geht es auf der zweitägigen Fachveranstaltung rund um das Thema „Personalmanagement und Personalentwicklung“.
Quelle: wiesbadener-kurier.de

Autorin: Diplom-Psychologin Frauke Wrage
Testautoren: Ulla Petäjävaara, Christoph Nagler
CAPTain ist eine webbasierte, wissenschaftlich überprüfte Potenzial- und Kompetenzanalyse für die Personalauswahl und -entwicklung. CAPTain dient der Identifizierung erfolgsrelevanter Verhaltensmuster in der Berufswelt. So gibt eine Potenzialanalyse mit CAPTain Aufschluss über die Ausprägung verschiedener Verhaltensmerkmale und liefert somit Informationen darüber, inwieweit eine Person bestimmten Anforderungen entspricht oder nicht. Hierfür werden die Angaben des Probanden in Bezug auf konkrete Gewohnheiten, Erfahrungen und Vorlieben am Arbeitsplatz arbeitspsychologisch ausgewertet und analysiert.
Das Verfahren ist ein kriterienorientierter psychometrischer Test im Forced-Choice-Format zur Erfassung des tatsächlichen Arbeits- und Leistungsverhaltens.
weiter lesen…
Die Inhaber von Mintrops Land Hotel Burgaltendorf und Mintrops Stadt Hotel Margarethenhöhe haben mit großem Erfolg in ihre Personalentwicklungsstrategie investiert und sie grundlegend verändert. Statt auf Kontrolle und Anreizsysteme setzen sie auf Vertrauen, intensive Gesprächskultur und Ansätze der humanistischen Psychologie, schreibt Dr. Michael Gestmann perspektive-mittelstand.de in dem interessanten Artikel.
„Das Gesprächsscouting schult die (Selbst-)Reflexion der Führungskräfte und Mitarbeiter, indem sie lernen, ihren Körper, ihre Gefühle und Gedanken bewusst wahrzunehmen und sich somit insgesamt zu spüren“, erklärt Erik Prochnow. In den Trainings lernt der Einzelne etwa, welche Ängste, Projektionen oder Vorbehalte ihn abhalten, in angespannten Situationen die Unterstützung von Kollegen einzuholen. „Die Auseinandersetzung mit eigenen Gefühlen, Körperreaktionen und auch Vorurteilen erleichtert es, Konflikte anzusprechen und zu entschärfen, weil die Mitarbeiter es mit der Zeit lernen, Anlässe für Ärger gemeinsam zu reflektieren und konstruktiv nach Lösungen zu suchen“, erläutert Michaela Markovicova. Zudem werde es leichter, bei wiederholten Problemen, Muster aufzudecken und auszuwerten.”
Seit fünf Jahren moderieren die beiden Scouts viermal im Jahr die Meetings, in denen nicht nur über Ziele und Zahlen, sondern auch über aktuelle Konflikte und Herausforderungen gesprochen wird.
Supervisionen und Einzelscoutings sind zweimal im Jahr obligatorisch. Weitere Termine können bei Bedarf und auf eigenem Wunsch mit den externen Scouts vereinbart werden. „Viele von uns Spartenleitern nehmen gerne Zusatztermine in Anspruch, da jeder spürt, dass dies beruflich wie privat nützt und die persönliche Lebensqualität verbessert“, berichtet Tatjana Juhnovec Geschäftsführer-Assistentin in Mintrops Stadt Hotel Margarethenhöhe.”
Das ist aber noch nicht alles. Um die offenen Kommunikation auf allen Ebene zu fördern, werden jährlich fünf Mitarbeiter zu Scouts ausgebildet, dabei geht es um Selbsterfahrung, Wahrnehmungsschulung und Gesprächsführung, unter anderem nach Carl Rogers. Die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens und die Ausrichtung auf den Gast steht dabei immer im Mittelpunkt.
Die Erfolge sind deutlich verkürzte und effektivere Zielvereinbarungsgespräche, Früherkennung latenter Konflikte und deutlich mehr Eigenverantwortung der Mitarbeiter. Die Mitarbeiter werden einmal jährlich gefragt, ob sie dieses System beibehalten wollen. Sie wollen!
Quelle: perspektive-mittelstand.de

