Autor: Hannes Sieber
Einfühlsame
Der fürsorgliche Gefühlsmensch
Einfühlsame sind fürsorglich, warmherzig, verständnisvoll, unterstützend, mitfühlend und kontaktfreudig. Sie sind Beziehungsmenschen, die offen und herzlich auf andere zugehen und ihre Gefühle zeigen und mitteilen können. Sie sind kooperativ, anpassungsfähig, geduldig, nachgiebig und wohlwollend. Sie erfassen Menschen und Dinge eher mit Gefühl und Intuition als über Denken. Für sie geht die Beziehung vor, sie ist wichtiger als die Sache, als das Geld. Einfühlsame können gut für eine harmonische Atmosphäre und das physische und psychische Wohlbefinden anderer Menschen sorgen. Und sie gehen in der Regel auch sehr gut mit sich selbst um und sorgen für ihre Bedürfnisse.
Sie zeigen eine gut ausgeprägte Anpassungsfähigkeit und können sich gut ein- und auch unterordnen. Einfühlsame schätzen Geborgenheit und Harmonie und sind gut in der Lage, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen.
Analytiker
Der gewissenhafte Denker
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AUTOR: Dr. med. Christian Mayer
Entstehungsgeschichte
Das Verfahren entwickelte sich ursprünglich aus der psychotherapeutischen Beratung. Es erwies sich aber mittlerweile auch für Coachingsitzungen und Seminare mit Führungskräften als geeignet, um in einer begrenzten Anzahl von Stunden, schneller zum Punkt zu kommen. In einem ersten Schritt wurden Teilnehmer gebeten, das Wesentliche ihrer Problematik in einfachen schwarz-weiss Skizzen darzustellen. Im Laufe einer jahrelangen Beschäftigung mit dieser Methode wurde immer deutlicher, dass zwar dem Erfindungsreichtum der Ratsuchenden bei der individuellen Gestaltung der Zeichnungen keine Grenzen gesetzt schienen, dass sie sich aber dennoch in einer überschaubaren und begrenzten Anzahl von Merkmalen glichen. Menschen mögen sich fundamental in ihrer grafischen Ausdrucksweise unterscheiden, sie ähneln sich aber doch erheblich in den möglichen Grunderfahrungen, die sie als Menschen in einer bestimmten kulturellen Umgebung machen können.
Die Karten
In einem zweiten Abstraktionsschritt wurden diese insgesamt 37 prototypischen Urformen des Erlebens vom Autor des Tools als einfachste,
unmittelbar verständlicher Symbole dargestellt und liegen in Form eines Karten-Sets vor.
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AUTORIN: Gudrun Happich
Die Natur ist das erfolgreichste Unternehmen aller Zeiten – das hielt bereits der renommierte Kybernetiker Frederic Vester fest. Viele Naturgesetze lassen sich auf die Arbeitswelt übertragen. So greifen Ingenieure bei der Konstruktion und Entwicklung von Projekten schon lange auf Vorbilder der Natur zurück: beim Bau der Flughafenhalle in Stuttgart zum Beispiel, deren Tragwerk der Form von Bäumen und Ästen folgt, oder bei der Entwicklung von wasserabweisenden Oberflächen, die auch einige Pflanzenarten vorweisen.
Aber nicht nur im technischen Bereich kann die Natur Modell stehen – für die Organisation, das Managements und die Strategie von Unternehmen bietet sie ebenso Anregungen und Erfolgsprinzipien. Denn die wichtigsten Ziele aller Organismen in der Natur sind immer: zuerst überleben, dann weiter wachsen. Das gilt ganz ähnlich für die Wirtschaftswelt, die also Überlebens- und Wachstumsstrategien aus der Natur ableiten kann.
So zum Beispiel zeigt die Natur: Fehler passieren, und es ist besser, sich darauf einzustellen.
Genau das geschieht im Körper bei der Blutgerinnung. Denn Blut muss flüssig sein, um Gewebe an jeder Stelle im Körper zu versorgen. Flüssiges Blut aber tritt ungehindert aus dem Körper aus, wir würden bei der kleinsten Schnittwunde verbluten. Unser Körper geht davon aus, dass – trotz bester Vorbereitung und Planung – Fehler passieren und Verletzungen immer wieder vorkommen.
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Aufwendungen für psychologisch orientierte Weiterbildungen werden endlich von den Finanzämtern anerkannt.
Das eigene Wissen wird immer wichtiger, Weiterbildungen sind für jeden Arbeitnehmer und für alle selbstständigen Dienstleister ein Thema, da jedes neu erworbene Wissen zu neuen und besseren Einnahmequellen führen kann. Doch Aus-, Fort- und Weiterbildungen sind teuer. Wenn die Weiterbildung der “Erhaltung beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten” sowie der “Anpassung an die Entwicklung der beruflichen Verhältnisse” dient, besteht Steuerminderungsmöglichkeit. Voraussetzung für eine Anerkennung ist der berufliche Bezug.
“Zur Zukunftsvorsorge gehört nicht nur die Bildung von wirtschaftlichem Kapital, sondern auch die Vervollkommnung des eigenen Wissens”, kommentiert Monika Fauser, Geschäftsführerin der SKD Steueroptimierte Kapitalanlagen Deutschland GmbH in Frankfurt. “Deshalb finden wir es besonders wichtig, Lohnsteuerzahler über die Möglichkeiten der Kombination von beiden Elementen zu informieren.” Unter dem Namen “Fairmögensbildung®” setzt die SKD Frankfurt daher nicht nur auf ein ganzheitliches und nachhaltiges Konzept für Vermögensaufbau und Altersvorsorge, sondern informiert auch regelmäßig über ungenützte Sparpotenziale: “Unser Ziel ist die strategische Senkung der Steuerlast unserer Kunden. Neben einem individuell angepassten Anlagekonzept gehört dazu auch die Ausnutzung jeder sich bietenden Steuerminderungsmöglichkeit.”
Quelle: www.ad-hoc-news.de
Ein Gespräch mit Professor Dr. Steven Reiss, dem Begründer des Reiss Profile.
Dr. Steven Reiss, emeritierter Professor für Psychologie und Psychiatrie der US-amerikanischen Ohio State University ist Motivationsforscher und Begründer des Reiss Profile. Im Fokus seiner Arbeit stehen die Lebensmotive der Menschen und deren Einfluss auf Wertehaltungen und die Entwicklung der Persönlichkeit.
Herr Professor Reiss, wie sind Sie an die Motivationsforschung herangegangen?
Reiss: Begonnen haben wir mit der Frage „Was wollen die Menschen eigentlich und welche Wünsche bestimmen ihr Handeln?“ Wir waren weltweit das erste Forscherteam, das dieser Frage empirisch nachging und Menschen dazu befragte, wonach sie streben. Das heißt, wir erstellten eine lange Liste möglicher Wünsche und ließen die Befragten bewerten, wie stark sie diese anstreben. Anhand mathematischer und psychometrischer Verfahren filterten wir dabei sechzehn fundamentale Lebensmotive heraus. Aus diesen entwickelten wir das Reiss Profile, ein einzigartiges und sehr zuverlässiges Instrument, um die individuellen Motive, Werte und Ziele von Menschen zu messen.
Ihr erstes Buch zu diesem Thema trägt den Titel „Who am I?“*. Darin gehen Sie auf den Begriff des „werteorientierten Glücks“ ein. Was meinen Sie damit?
Reiss: Werteorientiertes Glück heißt für mich das Glück, das aus der Befriedigung von Lebensmotiven resultiert. Dies steht im Gegensatz zu einem allein situativen Empfinden. Sigmund Freud hat einmal gesagt, wir seien vor allem durch Triebe und psychische Energie motiviert. Unser Ansatz ist ein anderer: Wir sagen, dass menschliches Verhalten aus dem Ausdruck von grundlegenden Werten, Zielen und Motiven besteht. In unserer Sprache sagen wir auch „We value, what we want and we want, what we value“.
Dabei gehen Sie von sechzehn Lebensmotiven aus, die das menschliche Handeln prägen. Können Sie uns diese Motive kurz in ihrer Relevanz für die Arbeitswelt vorstellen?
Reiss: Das ist ein sehr komplexes Thema ist, aber ich will es versuchen. Man kann sagen, dass „Anerkennung“, „Rache/Wettkampf“ und „Emotionale Ruhe“ die Motive des Profils sind, die in ihrer Kombination Aussagen über die psychische Stabilität von Personen ermöglichen. Während zum Beispiel „Rache/Wettkampf“ das Streben nach Konfliktvermeidung auf der einen und Wettkampf und Siegenwollen auf der anderen Seite zeigt, misst das „Ruhe“-Motiv unser Bedürfnis nach Angstvermeidung bzw. Risikofreude. Es lässt so Rückschlüsse auf die Stressresistenz von Menschen zu.
In einen Führungskontext gestellt, sind auch Motive wie Macht, Unabhängigkeit, Ehre, Idealismus, Neugier, Status, Sparen, Ordnung und Beziehungen relevant. Die restlichen Motive körperliche Aktivität, Ernährung, Eros und Familie seien hier der Vollständigkeit halber erwähnt.
Wie muss man sich die Arbeit mit dem Reiss Profile in der Praxis vorstellen?
Reiss: Alle die genannten Motive werden in einem standardisierten Test erfasst und lassen sich anhand der Ausprägung im Profil analysieren. Dabei gilt: Die durchschnittliche Ausprägung eines Motivs gibt keine großen Aufschlüsse über die Persönlichkeit, denn das darauf basierende Verhalten wird von der Gesellschaft als „normal“ empfunden. Soll heißen: Ein Mensch muss keine besonderen Verhaltensweisen oder Gewohnheiten entwickeln, um das entsprechende Motiv erfüllt zu bekommen.
Anders sieht es mit sehr stark oder sehr schwach ausgeprägten Motiven aus. In diesem Fall muss das Individuum besondere Verhaltensweisen und Gewohnheiten entwickeln, um die in diesen Bereich fallenden Motive regelmäßig erfüllt zu bekommen und eine Gefühlstiefe zu erreichen. Das Reiss Profile lässt somit Aussagen über persönliche Motive und Werte und unveränderliche Wesensmerkmale zu. Darauf basierend wird es möglich, auch das Verhalten von Menschen vorherzusagen.
Lassen sich aus den Motiven bestimmte Persönlichkeitstypen ableiten?
Reiss: Ich möchte das so nicht mit „ja“ beantworten, denn es führt schnell zu Stereotypen. Unser Ansatz zeichnet sich gerade dadurch aus, dass er das Individuum betont. Durch die feine Differenzierung und die Sensibilisierung dafür, wie sich Motivationsprofile unterscheiden, fördert unser Ansatz die Toleranz und Wertschätzung für die Unterschiede zwischen Menschen.
In Ihrem Buch „The Normal Personality: A New Way of Thinking About People“** setzen Sie sich intensiv mit unterschiedlichen Verhaltensweisen auseinander. Was ist der neue Weg des Denkens über Menschen, den Sie dabei aufzeigen wollen?
Reiss: Für mich lautet die entscheidende Frage: Wer definiert, welche Verhaltensweisen wir als gesund oder krank empfinden? Wir neigen oftmals dazu, Andersdenkende abzulehnen oder vorschnell als psychisch krank einzuordnen. Man kann menschliches Handeln jedoch auch ganz anders betrachten. Hinter persönlichen und Beziehungsproblemen verbergen sich oft ganz „normale“ Antriebe. Es geht um eine Weiterentwicklung meiner Motivationstheorie und die Anwendung auf unterschiedliche Lebensbereiche – zum Beispiel Führungssituationen und Alltagskommunikation.
In Deutschland wird das Reiss Profile in den letzten Jahren sehr erfolgreich in der Arbeit mit Spitzensportlern eingesetzt. Beispiele sind der Olympiakader der Gewichtheber, die Handballnationalmannschaft der Männer, die Biathletinnen und Biathleten, aber auch einige Fußballbundesligisten. Was halten Sie von diesem Ansatz?
Reiss: Ich begrüße das außerordentlich. In Deutschland ist es so, dass Peter Boltersdorf, der selbst jahrelang sehr erfolgreich im Spitzensport trainierte, das Reiss Profile in den Sportbereich eingeführt hat. Er arbeitet dabei direkt mit den Trainern und den Sportlern und zeigt zum Beispiel, wie der Athlet sein Verhalten in Stress-Situationen verbessern kann. Er schaut aber auch auf das Verhältnis zwischen Trainer und Athleten oder zwischen den Spielern eines Teams. Das Reiss Profile ist mittlerweile sogar zu einem Teil der Ausbildung an der Trainerakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes geworden.
Welche weiteren Anwendungsfelder gibt es?
Reiss: Sie können die Methode überhaupt dort einsetzen, wo es darum geht, Mitarbeiter auszuwählen, zu motivieren und zu führen. Wie leistungsfähig ein Mitarbeiter ist, das wird in erster Linie durch „Wissen“, „Können“ und „Wollen“ definiert. Der Aspekt des „Wollens“ wird meiner Meinung nach bislang jedoch vernachlässigt. Das Problem dabei ist, dass Motivationsdefizite sich nicht durch Qualifikationsmaßnahmen kompensieren lassen. Genau hier bietet das Reiss Profile Unterstützung. Führungskräfte können damit ihr eigenes Führungsverhalten optimieren. Bei der Personalauswahl unterstützt das Profil dabei, die richtigen Leute an den richtigen Platz zu setzen. Das sind nur wenige Beispiele, die sich beliebig fortführen ließen.
Werfen wir einen Blick in die Zukunft: Was sind für Sie die wichtigsten Ziele Ihrer weiteren Arbeit?
Reiss: Mein Wunsch ist, dass es uns gelingt, im wirtschaftlichen Umfeld zum Entstehen einer neuen Kultur in der Personalarbeit beizutragen. Letztlich geht es ja auch darum, die Eigenverantwortung der Beteiligten zu fördern und sie dort abzuholen, wo sie ihre Motivation finden. Vereinfacht gesagt: Wenn man wissen möchte, was Menschen in Zukunft tun werden, muss man zuerst herausfinden, was sie wirklich wollen – und dann davon ausgehen, dass sie diese Wünsche in ihrem Handeln auch befriedigen werden.
Das Interview wurde anlässlich des letzten Deutschlandsbesuchs von Steven Reiss im September 2009 in Köln geführt.
* 2009 unter dem Titel „Wer bin ich und was will ich wirklich? Mit dem Reiss Profile die 16 Lebensmotive erkennen und nutzen“ im Redline Verlag auf Deutsch erschienen.
** 2009 unter dem Titel „Das Reiss Profile. Die 16 Lebensmotive. Welche Werte und Bedürfnisse unserem Verhalten zugrunde liegen“ im GABAL Verlag auf Deutsch erschienen.
Links:
reissprofile.eu
faculty.psy.ohio-state.edu
