Autor: Stefan Oppitz
Der FIRO-B ist eines der international führenden Persönlichkeitsinstrumente mit dem Fokus auf die zwischenmenschlichen Beziehungen. Er beleuchtet drei Bedürfnisbereiche von Menschen in Beziehungen und analysiert zusätzlich, wie sich jemand gegenüber anderen verhält und wie er von anderen behandelt werden möchte.
Haben zwei Personen unterschiedliche Ausprägungen der gewünschten und ausgedrückten Bedürfnisse, kön-nen unerwartet Krisen und Konfrontationen entstehen, die zu komplexen und schwierigen Arbeitsbeziehungen führen. Der FIRO-B kann hier zur Klärung der Situation beitragen indem er die zugrunde liegenden Motive für Spannungen erstaunlich klar identifiziert.
Was misst das Instrument?
Der FIRO-B® beschreibt drei Bedürfnisbereiche:
1. Einbeziehung:
Wie stark beziehen Sie im Allgemeinen Menschen in Ihr Leben ein und wie viel Aufmerksamkeit, Kon-takt und Anerkennung erwarten Sie von anderen?
2. Kontrolle:
Wie viel Einfluss und Verantwortung brauchen Sie und wie viel Führung, vorgegebene Prozesse und Re-geln akzeptieren Sie von anderen?
3. Zuneigung:
Wie eng und vertraut stehen Sie zu anderen und in welchem Maß erwarten Sie, dass andere Ihnen Nähe und Vertrauen zeigen und Sie unterstützen?
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Theoretische Grundpositionen und Stand der empirischen Prüfung
Autor: Prof. Dr. Matthias Scharlach
Das vorgestellte i-who Screening dient der Ermittlung individueller Führungsprofile und soll ein praktikabler helfender Begleiter im Rahmen komplexer Entscheidungsunterstützungssysteme sein. Es baut auf den Erfahrungen aus über 20 Jahren Zusammenarbeit mit Unternehmen auf.
Das Anliegen des Artikels ist nicht, eine tiefgreifende theoretische Auseinandersetzung mit verschiedenen begrifflichen Auffassungen, Modellen und Vorgehensweisen zu führen, sondern dem Autor geht es vor allem
• um die theoretische Positionierung zu den Begriffen ‚Persönlichkeit‘, ‚Persönlichkeitseigenschaften‘ und ‚Struktur des Psychischen‘ sowie seine Position zur Person-Umwelt-Wechselwirkung und zur Problematik ‚Führung und Kompetenz‘;
• um die generelle Methodik der Testentwicklung in Form der Darstellung des Operationalisierungsschemas und eines dreidimensionalen theoretisches Modells als Interpretationsraum;

• um die Darstellung des Vorgehens bei der Erarbeitung von Anforderungsprofilen mittels Profilgenerator und den Vergleich mit Referenzprofilen sowie
• um erste Aussagen zur Güteprüfung des Verfahrens.
Dem Leser soll damit ermöglicht werden, sich eine eigene Meinung zur Leistungsfähigkeit des i-who Screenings und die Gewähr für dessen Qualität auf der Basis des gegenwärtigen Verfahrensentwicklungsstandes zu bilden.
Konsequent wird auf die Einschränkungen der Abbildung von Persönlichkeitsmerkmalen – von der theoretischen Sichtweise und der Merkmalsauswahl über die Modellierung und den Verfahrensaufbau bis hin zur Güte des Maßstabes ‚Referenzprofil‘ – hingewiesen, um eine relativ objektive Interpretation der Screeningergebnisse zu gewährleisten.
Den Download zum Artikel finden Sie unter dem Link: Artikel zum i-who Screening

Autor: Ralf China
Menschen sind verschieden – aber nicht so sehr, wie wir manchmal
glauben!
Aus der Hirnforschung und der Neuro-Ökonomie wissen wir, dass wesentliche Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensweisen der Menschen von der individuellen Arbeitsweise des Gehirns abhängen.
Diese Erkenntnisse sind in der Biostruktur-Analyse umgesetzt, und durch das STRUCTOGRAM® und TRIOGRAM® wird die praktische Anwendung im Training ermöglicht.
Spätestens seit Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts gilt als gesichert, dass sich Persönlichkeit aus festen, zeitlich stabilen Faktoren (Trait) und flexiblen, umfeld-abhängigen Faktoren (State) zusammensetzt. Diese Erkenntnis konnte aber mit den bisher bekannten psychologischen Test-Verfahren nicht umgesetzt werden. Erst in den 80er Jahren gelang es Rolf W. Schirm und Paul D. MacLean durch ihre gemeinsame Forschung, die genetisch-veranlagten Grund-Komponenten der Persönlichkeit zu identifizieren und mit den vorliegenden Merkmalen zur Beschreibung der menschlichen Persönlichkeit zu vernetzen; so entstand die Biostruktur-Analyse.
Durch das Triune-Brain-Konzept („Drei-einiges Gehirn“) von MacLean und die aktuellen Erkenntnisse der Neurotransmitter-Homöostase erhielt die Persönlichkeitsforschung erstmals eine konkrete naturwissenschaftliche Begründung und damit auch einen abgesicherten „Ordnungs-Rahmen“ für die weitere Systematisierung.
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Selbstständige sind ein Motor für wirtschaftliches Wachstum, da sie neue Arbeitsplätze schaffen, die Innovationsquote verbessern und bereit sind, Risiken zu tragen. Neben Faktoren wie Bildung, Altersklasse und familiärer Erfahrung mit Unternehmertum sind es vor allem persönliche Merkmale, die Selbstständige von Angestellten unterscheiden. Welchen Einfluss haben Persönlichkeitsmerkmale auf Entscheidungen von Gründern und Selbstständigen? Diese Frage wurde von der DIW Berlin und IZA Bonn im Rahmen einer Studie untersucht.
Für die Erfassung der Persönlichkeitsmerkmale wurde in der Studie das Fünf-Faktoren-Modell (FFM) verwendet, mit dessen Hilfe die fünf Dimensionen emotionale Stabilität (bzw. Neurotizismus), Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit gemessen werden konnten.
Die Hypothese, dass unternehmerischer Erfolg mit hohen Werten in den drei Dimensionen Extraversion, Offenheit für Erfahrungen und emotionale Stabilität einhergehen könnte, war Ausgangspunkt. Eine größere Unnachgiebigkeit wurde ebenfalls als ein Indiz für unternehmerischen Erfolg vermutet. Dem Faktor Gewissenhaftigkeit wurde keine eindeutige Aussagekraft zugesprochen.
Persönlichkeitsprofile von Selbstständigen unterscheiden sich laut Ergebnis der Studie deutlich von denen der angestellt tätigen Mitarbeiter. “Selbständige sind offener für Erfahrungen, extrovertierter und risikobereiter als Angestellte”. Sie sind also kreativer und origineller, kommunikativer, haben mehr Durchhaltevermögen und mehr Freude am Risiko.
Die Eigenschaft Offenheit für Erfahrungen ist bei den Selbständigen im Durchschnitt um etwa 36 Prozent höher als bei Angestellten, Extraversion um 21 Prozent.
Die anderen Dimensionen weisen überwiegend geringere Unterschiede auf, jedoch hat sich die erhöhte Risikobereitschaft tatsächlich als ein wichtiger Faktor erwiesen. Allerdings konnte auch beobachtet werden, dass eine zu hohe Tendenz zum Risiko ebenso schädliche Auswirkungen hat wie eine zu niedrige. Die Erklärung dafür ist, dass die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns bei sehr riskanten Entscheidungen steigt. Niedrige Werte beim Faktor Verträglichkeit versetzen Selbstständige in die Lage, Verhandlungen eher zum Vorteil ihrer eigenen Unternehmung zu führen – ein geringer Wert wirkt sich hier also positiv aus.
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AUTOR: Erik Prochnow
Personality Profile sprach mit Ryan Ross und Dr. Rainer M. Neubauer, Beratungsexperten des weltweit gefragten Anbieters für Assessments Hogan, über die Akzeptanz von Persönlichkeitstests.
PP: Herr Ross und Herr Neubauer, was verstehen Sie unter Persönlichkeit?
Ryan Ross: Wir bei Hogan verstehen darunter die individuellen charakterlichen Eigenschaften, die Menschen auszeichnen und die sie einsetzen, um im Leben zurecht zu kommen und sich weiter zu entwickeln.
Dr. Neubauer: Dabei gehen wir davon aus, dass alle Menschen nach Macht und sozialen Beziehungen streben. Und einige der menschlichen Charakteristika garantieren auf diesem Weg mehr Erfolg.
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