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	<title>PersonalityProfile &#187; Kunst und Gesellschaft</title>
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		<title>Kunst und Wirtschaft</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 12:16:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jennifer Frotscher</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kunst und Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Potenzial k&#252;nstlerisch orientierter Wirtschaft]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="in_post_ad_top_1" style="margin: 5px;padding: 0px;"></div><p><a href="http://www.personalityprofile.eu/2010/02/25/das-potenzial-wirtschaftlich-orientierter-kunst-und-das-potenzial-kuenstlerisch-orientierter-wirtschaft/444591_r_k_by_artemio_pixelio-de/" rel="attachment wp-att-647"><img src="http://www.personalityprofile.eu/static/2010/02/20100225444591_R_K_by_Artemio_pixeliode_.gif" alt="" title="444591_R_K_by_Artemio_pixelio.de" width="283" height="221" class="alignnone size-full wp-image-647" /></a><br />
Bild: Artemio by PIXELIO</p>
<p>Im Zeitalter der Vernetzung von Gesellschaften und der Verkn&#252;pfung von Wissenschaften ist die Frage nach dem Sinn der Verbindung von Kunst und Wirtschaft logisch und unvermeidbar. Die Argumente, die dagegen sprechen, liegen auf der Hand: Warum sollte Kunst die Gefahr des Verlustes ihrer Autonomie eingehen und sich funktionalisieren lassen? Kunst existiert oft in einer gewissen Absichtslosigkeit, es ist die Erfassung und Dokumentation einer Idee oder einer Sache in Form von individueller Darstellung. Dadurch spielt die pers&#246;nliche Botschaft, die &#8220;Sprache&#8221; des K&#252;nstlers eine wesentliche Rolle. Wirtschaft hat Ziele, die erreicht werden, am besten so effektiv und so effizient wie m&#246;glich. Die gr&#246;&#223;te Schnittstelle zwischen Kunst und Wirtschaft ist das Produkt. Beide generieren ein Produkt, wobei das Produkt der Kunst ein Einzelst&#252;ck ist, Ausdruck und oft Ende eines Prozesses, einer Auseinandersetzung. Das Produkt der Wirtschaft hingegen ist Massenware. Sein Prozess reduziert sich auf den Fertigungsprozess, der andere Kriterien hat als der k&#252;nstlerische. Den gr&#246;&#223;ten Nutzen hat Wirtschaft von Kunst, wenn sie die Kriterien des &#8220;Fertigungsprozesses&#8221; im k&#252;nstlerischen Prozess genauer untersucht und Teile daraus f&#252;r sich adaptiert. Durch Reduktion und Mechanisierung der wirtschaftlichen Fertigungsprozesse sind wesentliche, lebendige Wertsch&#246;pfungen verloren gegangen, der Prozess an sich ist tot. <span id="more-620"></span></p>
<p>Kunst hat die F&#228;higkeit, Bericht zu erstatten, kognitive und emotionale Beobachtungen und Anmerkungen zu machen, sie hat wesentlichen Reflektionscharakter f&#252;r den Teilnehmer und wesentliche Gestaltungsf&#228;higkeit f&#252;r den Prozess.</p>
<p>Wirtschaft kann sich bei Kunst die F&#228;higkeit der Kreativit&#228;t zur Unterst&#252;tzung ihrer Innovationskraft holen, ebenfalls die F&#228;higkeit der Reflexion f&#252;r ihre Prozessabl&#228;ufe und Effizienz, gleichzeitig, fast automatisch w&#252;rde sie bestimmte humanistische Grundgedanken aus der Kunst in ihr Konzept adaptieren. Beispielsweise ist Kunst ein Vorbild f&#252;r Wirtschaft im Sinne der „Gerechtigkeit des neutralen Wahrnehmungsprinzips&#8221;. Kunst beobachtet neutral, sammelt Fakten, nimmt Ereignisse, Meinungen und Stimmungen aus jeder Richtung auf, um sie dann auf einer h&#246;heren Ebene zu einer neuen Botschaft zu transformieren. &#220;ber diese Absichtslosigkeit und reine Prozesskonzentration kann Wirtschaft eine humanistische Grundhaltung integrieren.</p>
<p>Und was hat Kunst von Wirtschaft? Ist Wirtschaft nicht schon lange in der Kunst angekommen? Existiert in Kunst eigentlich noch Autonomie? In der <a href="http://www.brandeins.de/"><strong>Brand eins</strong></a> Ausgabe vom <a href="http://www.brandeins.de/kiosk/einzelverkauf/shop/catalog/category/view/2003.html"><strong>November 09</strong></a> finden sich dazu interessante Zitate:&#8221; Wie kann ich als K&#252;nstler schnell Karriere machen&#8221; sei aktuell eine zentrale Frage  der Studenten an den Kunstakademien. Der Sammler Falckenberg antwortet darauf: &#8221; Ihr m&#252;sst &#252;berhaupt keine Karriere machen&#8221;. Kunstkritikerin Isabelle Graw, Professorin f&#252;r Kunsttheorie an der St&#228;delschule Frankfurt, spricht von einem &#8221; Selbstvermarktungsimperativ, der heute zur Norm geworden ist&#8221;. Geht es eigentlich noch um Kunst oder dient Kunst nur als Transportmittel, um Erfolg zu haben, um eine &#8220;Wert&#8221; auf dem &#8220;Markt&#8221; zu sein? (siehe dazu auch einen Kommentar auf <a href="http://www.artinfo24.com/magazin/0006,04.htm"><strong>artinfo24</strong></a>)</p>
<p>Aktuell kann Kunst im positiven Sinn von der Wirtschaft profitieren, indem sie deren Vernetzungsstrategien und Teamstrukturen integriert. Der K&#252;nstler, der allein vor sich hin arbeitet, ist in Krisenzeiten stets ein Auslaufmodell. Neue Tendenzen und Richtungen  entstanden immer in Gruppen und immer in Zeiten gro&#223;er Umbr&#252;che, in Zeiten, in denen es etwas Gesellschaftliches zu kritisieren und es etwas Neues zu definieren galt. Das Internet ist auch f&#252;r Kunst eine riesige Chance, sich neu zu erfinden.</p>
<p>Kunst braucht die Gesellschaft, um sichtbar zu werden, wenn die Gesellschaft aber nur noch aus &#8220;Markt&#8221; besteht, und die Kunst nur noch aus &#8220;Wert&#8221;, dann hat Kunst ihre Autonomie abgegeben, sich an Wirtschaft verkauft und ist gleichzeitig wertlos geworden. </p>
<p>Paradox, aber dieser Vorgang ist gleichzeitig die eigentliche Kunst:<br />
Genau dieses Ph&#228;nomen der Entwertung betrifft zur Zeit unsere gesamte Gesellschaft und ist Ausdruck f&#252;r das eigentliche Wesen von Kunst,n&#228;mlich ihrer &#8220;Absichtslosigkeit&#8221;. Dieser Vorgang zeigt, dass Kunst in ihrer reinen und urspr&#252;nglichen Form neutral ist, dass sie die F&#228;higkeit hat, Bericht zu erstatten, dass sie kognitive und emotionale Beobachtungen und Anmerkungen macht, dass sie wesentlichen Reflektionscharakter f&#252;r den Teilnehmer und wesentliche Gestaltungsf&#228;higkeiten f&#252;r den Prozess hat.<br />
Sie ist ein Spiegel (der Gesellschaft/des Individuums). Aktuell zeigt Kunst der Gesellschaft, dass sie vor allem ein &#8220;Markt“ ist. </p>
<p>Der Spiegelcharakter in Kunst ist generell ihr Potenzial. Es ist dem Wesen der Kunst immanent, es ist sein tiefster Wert, es ist „die Gerechtigkeit der Absichtslosigkeit“. </p>
<p>Genau das kann die Wirtschaft von der Kunst lernen, in dem sie sich f&#252;r diese Prinzipien &#246;ffnet und sich in Form von menschlichen Stellvertretern aus der Wirtschaft (BWL/ VWL/ Wirtschaftsinformatiker/ Juristen&#8230;) mit deren Bedeutung konfrontiert und ber&#252;hren l&#228;sst. Sie k&#246;nnen Kunst als Medium zur Betrachtung und Reflexion nutzen; f&#252;r sich selbst, f&#252;r ihre Abl&#228;ufe, Prozesse und Ziele.</p>
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