Ständige Erneuerung statt „Business as usual“ – das erfordert heute die Dynamik der globalen Wirtschaft. Aber was macht Innovationen eigentlich aus, welche Typen von Innovatoren gibt es und wie können Unternehmen optimale Bedingungen schaffen, damit Innovationen entstehen? Diesen Fragen geht der US-Amerikaner Robert Rosenfeld, Präsident und CEO von Idea Connection Systems Inc., in seinem Keynote-Vortrag am Mittwoch, 21. September, auf der Messe Zukunft Personal in Köln nach (auf Englisch).
Während sich heute noch viele Unternehmen damit beschäftigen, wie sie ihre Mitarbeiter kreativer machen, geht Robert Rosenfeld einen Schritt weiter: Der Innovationsexperte analysiert seit mehr als 40 Jahren die Mechanismen, die kreative Ideen oder Handlungen zu Innovationen machen. Denn von 100 Ideen würden nur 10 Prozent finanziert, 3 bis 4 Prozent zur Marktreife gebracht und lediglich 1 bis 3 Prozent seien wirklich erfolgreich.
Für Rosenfeld ist Innovation ein Kontinuum von der Evolution über die Expansion bis hin zur Revolution. „Evolutionäre Ideen sind stufenartige Verbesserungen, expandierende Ideen vergrößern die gegenwärtige Sichtweise und revolutionäre Ideen erfolgen außerhalb etablierter Denkmuster, sind also wirkliche Durchbrüche“, so der CEO von Idea Connection Systems.
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Um gute Ideen zulassen zu können brauchen wir ein bisschen Chaos. Leere, Unordnung oder Verwirrung können uns dabei helfen, etwas Neues zu kreieren, da das Bedürfnis, etwas zu schaffen bzw. Ordnung zu schaffen, kreative Ressourcen freisetzt. Im Spiel und in der Kunst geschehen dabei ähnliche Vorgänge. “Kunst hat den Auftrag, nachzudenken, frei zu sein und sich nicht in einen konkreten Nutzen pressen zu lassen, also konsumierbare Produkte herzustellen”, sagt Friedrich von Borries, Designtheoretiker an der HfbK im Hamburger Abendblatt.
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Bildung heißt heutzutage Wissen. Wissen entsteht durch reine Informationsansammlung. Wo bleibt da die Kreativität?
Wolf Wagner fordert: “Verlängert das Studium, gebt Studenten Zeit zum verrückten Denken!” Er plädiert für die kreative Hochschule, um durch Assoziationen neuen Ideen Raum zu geben. Damit knüpft er an den “Humboldt’schen Bildungsbegriff an, der eine allgemeine Menschenbildung durchsetzen wollte, in der alle ihr jeweils bestes Potenzial erkennen und verwirklichen sollten.” erato.fh
Quelle: spiegel.de


Bild: Bernd Ehrhardt, PIXELIO
In deutschen Unternehmen werden Innovationen dringend benötigt, unser Rohstoff sind eigentlich die Innovationen. Dennoch, Innovationen treffen immer wieder auf Widerstand, Routinen nicht. Die Innovationspsychologie beschäftigt sich mit dem Verhalten der Menschen während eines Innovationsprozesses. Welche Kompetenz ist eigentlich erforderlich um Innovativ sein zu können? Welche Vorraussetzungen sollten in einem Unternehmen vorhanden sein, damit Innovationen entwickelt und umgesetzt werden können?
In dem Artikel “Psychologie der Innovation” von Michael Storks auf www.neunsight-live.de wird das Verhalten in deutschen Unternehmen aus der Sicht verschiedener psychologischer Disziplinen wie beispielsweise der Risikoforschung betrachtet.
“Weniger reden fördert die Innovation” ist ein Fazit am Ende des ausführlichen und sehr interessanten Artikels. “Einige Minuten stillen Nachdenkens auf einer Sitzung stärkt die Innovationsfähigkeit einer Gruppe. So kann sich die Anzahl innovativer Ideen sogar verdoppeln, vor allem in Gruppen, die mindestens eine relativ introvertierte Person umfasst. Zu diesem Schluss kommt Arne de Vet in seiner Dissertation über die Auswirkung stillen Nachdenkens auf Kreativität und Innovation.”

