Autor: Ralf China
Menschen sind verschieden – aber nicht so sehr, wie wir manchmal
glauben!
Aus der Hirnforschung und der Neuro-Ökonomie wissen wir, dass wesentliche Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensweisen der Menschen von der individuellen Arbeitsweise des Gehirns abhängen.
Diese Erkenntnisse sind in der Biostruktur-Analyse umgesetzt, und durch das STRUCTOGRAM® und TRIOGRAM® wird die praktische Anwendung im Training ermöglicht.
Spätestens seit Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts gilt als gesichert, dass sich Persönlichkeit aus festen, zeitlich stabilen Faktoren (Trait) und flexiblen, umfeld-abhängigen Faktoren (State) zusammensetzt. Diese Erkenntnis konnte aber mit den bisher bekannten psychologischen Test-Verfahren nicht umgesetzt werden. Erst in den 80er Jahren gelang es Rolf W. Schirm und Paul D. MacLean durch ihre gemeinsame Forschung, die genetisch-veranlagten Grund-Komponenten der Persönlichkeit zu identifizieren und mit den vorliegenden Merkmalen zur Beschreibung der menschlichen Persönlichkeit zu vernetzen; so entstand die Biostruktur-Analyse.
Durch das Triune-Brain-Konzept („Drei-einiges Gehirn“) von MacLean und die aktuellen Erkenntnisse der Neurotransmitter-Homöostase erhielt die Persönlichkeitsforschung erstmals eine konkrete naturwissenschaftliche Begründung und damit auch einen abgesicherten „Ordnungs-Rahmen“ für die weitere Systematisierung.
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Computersimulationen haben ergeben, dass nichts denken ebenso viel Energie benötigt wie konzentrierte Kopfarbeit. Das Team um Daniela Calvetti von der Case Western Reserve University in Cleveland hat durch ein mathematisches Modell herausgefunden, dass das Gehirn während der vermeintlichen Pause genauso viel Energie verbraucht wie in voller Konzentration.
Das Modell simuliert die Verbindungen zwischen erregenden und hemmenden Nervenzellen und den sogenannten Astrozyten, den Hirnzellen, die die Neuronen mit wichtigen chemischen Substanzen versorgen. Die erregenden Zellen sind dafür zuständig, Gedanken weiterzugeben, hemmenden Zellen stoppen die Aktivität. Das Erstaunliche ist nun, dass der Vorgang des Stoppens ebenso viel Energie verbraucht wie der des Weitergebens. Die Astrozyte sammeln die jeweiligen Signalmoleküle wieder ein und recyceln sie. Dabei wird jede Menge Sauerstoff verbraucht was zu einem erhöhten Energieverbrauch im Gehirn führt.
Sie können also machen was Sie wollen – den ganzen Tag faulenzen oder hoch konzentriert nachdenken – Energie verbrauchen Sie auf jeden Fall.
Quelle: spiegel.de
Studie aus dem Fachmagazin “Journal of Cerebral Blood Flow & Metabolism”
Bild: Daniel Rennen by Pixelio.de

Muss unser Bild des Gehirns umgeschrieben werden? Amerikanische Forscher haben an Ratten gezeigt, dass die Verschaltung verschiedener Areale miteinander nicht, wie bisher angenommen, hierarchisch aufgebaut ist, “sondern eher dem dezentralen System des Internets gleicht. Die jetzt in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences” (PNAS) erschienene Studie basiert auf einer neuen Methode, die auch weitergehende Analysen der neuronalen Verbindungen ermöglicht.”
Der Wissenschaftler der Universität von Südkalifornien Larry W. Swanson, Professor für Biologie der Universität von Südkalifornien entwickelte eine neue Methode, um Schaltkreise im Gehirn zu identifizieren.
“Das resultierende Diagramm der „Verschaltungen“ war überraschend anders als landläufig angenommen. Statt einer geordneten hierarchischen Struktur fand sich ein Muster von Schleifen, eine Struktur, die dem Schaltbild eines Netzwerks für das verteilte Rechnen glich. „Wir haben an einer Stelle begonnen und uns die Verbindungen angeschaut”, so Swanson. „Es ergibt sich kein Organigramm. Es gibt kein Oben und Unten darin.“
Möglicherweise sollte die Struktur des Gehirns noch einmal überdacht werden. Die neuen Ergebnisse sprechen jedenfalls für eine nicht-hierarchische Organisation des Gehirns.
Quelle: www.scinexx.de
Bild: Johannes Hoentsch by pixelio

