Immer mehr Kosten für psychische Erkrankungen

 

Im deutschen Gesundheitswesen sind die Krankheitskosten von psychischen und Verhaltensstörungen deutlich angestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, “lagen die Kosten im Jahr 2008 bei knapp 28,7 Milliarden Euro. Für gut die Hälfte dieser Kosten waren nur zwei Diagnosen verantwortlich: 9,4 Milliarden Euro wurden für Demenzerkrankungen und 5,2 Milliarden Euro für Depressionen ausgegeben. Ein Zeitvergleich zeigt, dass die Kosten durch psychische Erkrankungen von 2002 bis 2008 besonders stark gestiegen sind: Mit 5,3 Milliarden Euro war das Plus hier höher als bei allen anderen Krankheitsarten.”

Es gibt keine eindeutige Erklärung für diese Zunahme der Erkrankungen, vermutet wird, dass Ärzte und Patienten psychische Krankheiten besser erkennen als früher und dass die Bereitschaft, eine derartige Erkrankung zuzugeben, größer geworden ist.

welt.de schreibt, dass Experten der Krankenkassen annehmen, dass viele Arbeitnehmer dem Stress am Arbeitsplatz nicht mehr gewachsen sind.


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Nutzen der Depression

 

Depressionen sind weit verbreitet, das Phänomen ist extrem hartnäckig. Ausgerechnet Charles Darwin, dessen Theorie etwas so “sinnloses” wie die Ausbreitung von Depressionen eigentlich nicht zulässt, scheint selbst in Höchstmaß von Depressionen betroffen gewesen zu sein. An nur zwei von drei Tagen sei er überhaupt arbeits- und leistungsfähig gewesen zu sein, steht in dem brillianten Artikel, Vom Nutzen der Schwermut von Jonah Lehrer in der online Ausgabe der FAZ. Hier stellt er die Frage, ob die Depression nicht doch einen geheimen Sinn erfüllt.
Die ganzheitliche Betrachtung des Menschen erlaubt uns schon länger, Krankheiten und Störungen unter dem Gesichtspunkt der Sinnhaftigkeit zu betrachten, Dahlke geht beispielsweise grundsätzlich davon aus, dass uns der Körper etwas mitteilen will, wenn er versagt, auf eben diesem Grundgedanken ist auch die Psychotherapie entstanden.

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