16PF® Persönlichkeitsinstrument

 

Autor: Stefan Oppitz

Was ist der 16PF?
Der 16PF Fragebogen ist eines der international renommiertesten und umfassendsten Instrumente zur Persönlichkeitsdiagnostik. Persönlichkeit wird dabei nach Raymond Cattell, dem Urheber des 16PF-Fragebogens, definiert als “das, was eine Vorhersage darüber erlaubt, was eine Person in einer bestimmten Situation tut”.

Diese Definition ist gleichzeitig eine Erklärung für die Gestaltung und den Einsatz des 16PF-Instrumentes: es basiert auf empirischen Prinzipien und erfasst mit Hilfe von 16 Persönlichkeitsfaktoren im Unterschied zu vergleichbaren Verfahren nicht nur die Persönlichkeitsaspekte, die jemand im beruflichen Kontext zeigt, sondern alle Aspekte, welche die Persönlichkeit eines Menschen in seiner Gänze ausmachen. Der 16PF ist somit ein hervorragendes Verfahren zur mehrdimensionalen Erfassung der individuellen Persönlichkeitsstruktur im Erwachsenenalter. Es beschreibt ein umfassendes, psychometrisch abgesichertes Persönlichkeitsinventar für die Praxis.

Was misst das Instrument?
Der 16PF-Fragebogen misst über 16 Eigenschaften und ergründet die Wurzeln von Verhalten. Er erlaubt so eine umfassende und differenzierte Erfassung und Beschreibung des Persönlichkeitsprofils der entsprechenden Person.

Die Ergebnisse der 16 Primärfaktoren werden außerdem genutzt, um fünf so genannte Globalfaktoren abzuleiten. Diese bieten eine Persönlichkeitsbeschreibung beruhend auf fünf, im Vergleich zu den Primärfaktoren relativ breit gefassten Persönlichkeitsaspekten. Die fünf Globalfaktoren korrelieren hoch mit den Faktoren des allgemein akzeptierten ‘Big Five’ Modells der Persönlichkeit.

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Mit mehr Bescheidenheit zu besserer Job-Performance

 

Bild: Gerd Altmann by pixelio.de
Ehrlichkeit und Bescheidenheit gehören oftmals nicht zu den Eigenschaften, die bei Stellenbesetzungen oder Führungskräfteentwicklungen abgefragt werden, umso überraschender sind nun die Ergebnisse aus einer Studie von Wade Rowatt von der amerikanischen Baylor Universität.
Honesty–Humility, übersetzt als Aufrichtigkeit und Demut, scheinen neben Charakterzügen, die durch den Big Five erfasst werden, nämlich
Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit eine sechste Dimension der Persönlichkeit für die Bewertung der Job-Leistung zu sein.

Forscher wissen bereits, dass eine starke Ausprägung im Bereich Integrität insgesamt höhere Leistung voraussagen kann, neu ist, dass Demut und Gerechtigkeit ebenfalls wichtige Fähigkeiten sind und dass diejenigen aus der Studie, die eine Kombination dieser Eigenschaften besitzen, bessere Leistung erbrachten.
Die Forscher testeten 269 Angestellte in 25 verschiedenen Gesellschaften in über 20 verschiedene Staaten der USA. Die Chefs der Angestellten schätzten die Leistung jedes Angestellten in Bezug auf 35 verschiedene Fähigkeiten und beschrieben die Art des Kunden, mit dem der Angestellte arbeitete um untersuchen zu können, welche Persönlichkeitsvariablen positiv auf die gefragte Job-Leistung wirken. Ergänzend sollte hinzugefügt werden, dass die Probanden allesamt im Gesundheitswesen beschäftigt sind und mit “schwierigen” Kunden zu tun haben.

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