Augen auf in der Organisations- und Personalentwicklung – der Dokumentarfilm von Carmen Losmann hat es in sich!
Schon beim Ansehen des Films erfasste mich gleichzeitig Heiterkeit und Entsetzen angesichts der starken Aussage. Möglicherweise werden auch Sie die bestehende Organisations- und Personalentwicklung nach dem Film mit einem anderen Gefühl betrachten.
Hier einige Zitate zum Film: Frankfurter Rundschau: „Angriff auf das Individuum … Es erfasst einen zugleich Kälte und Angst.“
Süddeutsche Zeitung: „Zum Fürchten ist die schöne neue Arbeitswelt, die Carmen Losmann in „Work Hard – Play Hard“ so kühl wie klug darlegt.“
Kommentarlos und in klaren Bildern werden Protagonisten eines Assessment Centers – welches genau genommen lediglich ein Interview ist – gezeigt. Dargestellt wird eine Teamkonferenz für einen sogenannten ‘kontinuierlichen Verbesserungsprozess’ (KVP) sowie dessen Umsetzung. In einer Sequenz fragt ein Teilnehmer, wie die praktische Umsetzung erfolgen soll. Darauf hin lautet die Antwort, “mit Gesprächen, …deren Inhalt jedoch erst erarbeitet werden muss.” Dies zu veröffentlichen kann meines Erachtens als äußerst mutig bezeichnet werden. Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis wird auch in diesem Dialog zur Nachbesprechung der Leistungen der Mitarbeiter nach Einführung des KVP sehr deutlich:
Teamleiter: „Wie ging’s gestern“
Mitarbeiterin: „Gut“
Teamleiter: „Besser. Warum gings dir besser?“
Mitarbeiterin: „Weil ich gestern nicht hier war.“
“Mit dem Zentrum für Kunsttransfer / IDfactory beschreitet Professorin Ursula Bertram neue Wege beim Transfer künstlerischen Denkens in außerkünstlerische Felder. Die Initiatorin dieses deutschlandweit einzigartigen Projekts verbindet damit die Grundsätze einer technischen Universität mit dem Gedanken der Innovationsfähigkeit im Sinne der “creative economy”.
Ein Kurzfilm von Sudahl / Fromm gibt einen hervorragenden Einblick in das
Symposium „Kunst fördert Wirtschaft“, über das hier bereits mehrfach berichtet wurde.
Wissenschaftler, Künstler und Unternehmer formulieren gemeinsam die Bedeutung des künstlerischen Denkens
Foto:
“Prof. Oliver Scheytt (Geschäftsführer der Ruhr.2010), Prof. Ursula Bertram (Initiatorin des Symposiums), Prof. Ursula Gather (Rektorin der TU Dortmund) und Prof. Gerhard Kilger (Leiter der DASA) eröffneten das zweitägig Symposium“Kunst fördert Wirtschaft”, Foto: Mark Wohlrab”
Können künstlerische Methoden auch in außerkünstlerischen Feldern angewendet werden? Diese Frage beantworteten am vergangenen Wochenende mehr als 170 Fachleute aus verschiedensten Disziplinen während des zweitägigen Symposiums „Kunst fördert Wirtschaft“ in der DASA Dortmund mit einem deutlichen „Ja“. Dies schlug sich in einer Resolution nieder, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam im Rahmen des Symposiums erarbeiteten.
Die Künstlerin Prof. Ursula Bertram plädiert für mehr künstlerische Kompetenz, um Innovationen in der Wirtschaft zu ermöglichen. Dafür lehrt sie Kunst- und Wissenschaftsstudenten die Denkprozesse der jeweils anderen. Künstler lernen linear wissenschaftliches, Wissenschschaftler lernen künstlerisches Denken.