Burnout – Perspektiven und Prävention

 

Interview mit Frau Dr. Dietz über Ihren Arbeitschwerpunkt Burnout – neue Perspektiven für Betroffene, kritische Gedanken zu „Beratungsmoden“ und präventive Maßnahmen für Unternehmen.

PP:
Entsteht Burnout auch im privaten Bereich?

Dr. Dietz:
Ja natürlich, Burnout entsteht da, wo die Belastungen massiv genug sind. Der Organismus unterscheidet nicht zwischen Beruf und Privat, oder zwischen physisch oder psychisch. Wir reagieren auf Stressfaktoren aus den verschiedenen Bereichen. Es geht um die Intensität und Dauer der Belastung, egal in welchem Bereich sie stattfindet. Die Belastungsmerkmale sind individuell, auch die Belastungssymptome sind unterschiedlich.

PP:
Können Sie die Symptome zusammenfassen?

Dr. Dietz:
Jedes Immunsystem hat seine eigenen Fallstricke. Herz /Kreislauf – Magen/Darm – Verspannungen/Rückenbeschwerden, alles Mögliche, aber es ist schwer zu sagen, wo das Immunsystem seine Schwächen hat und entsprechende Symptome ausbildet, auch das ist individuell. Relevant ist die individuelle biographische Vorgeschichte und damit die Prägung eines Menschen. Eine suboptimale Herkunft wäre z. B. eine Familie, in der die Kinder auf irgendeine Art über- oder/und unterfordert werden. Daraus kann ein defizitäres Selbstbild entstehen und dieses kann sich – z.B begleitet von Selbstzweifeln, Ängsten oder latenten Depressionen – weiter erhalten und festigen bis in das Erwachsenenleben.

PP:
Kann man sagen: die Formel für Burnoutentstehung lautet: Arbeitsüberlastung plus fehlende Annerkennung bzw. latente Selbstzweifel?

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FIRO-B® – Profil zur Klärung zwischenmenschlicher Bedürfnisse

 

Autor: Stefan Oppitz

Der FIRO-B ist eines der international führenden Persönlichkeitsinstrumente mit dem Fokus auf die zwischenmenschlichen Beziehungen. Er beleuchtet drei Bedürfnisbereiche von Menschen in Beziehungen und analysiert zusätzlich, wie sich jemand gegenüber anderen verhält und wie er von anderen behandelt werden möchte.

Haben zwei Personen unterschiedliche Ausprägungen der gewünschten und ausgedrückten Bedürfnisse, kön-nen unerwartet Krisen und Konfrontationen entstehen, die zu komplexen und schwierigen Arbeitsbeziehungen führen. Der FIRO-B kann hier zur Klärung der Situation beitragen indem er die zugrunde liegenden Motive für Spannungen erstaunlich klar identifiziert.

Was misst das Instrument?
Der FIRO-B® beschreibt drei Bedürfnisbereiche:

1. Einbeziehung:
Wie stark beziehen Sie im Allgemeinen Menschen in Ihr Leben ein und wie viel Aufmerksamkeit, Kon-takt und Anerkennung erwarten Sie von anderen?
2. Kontrolle:
Wie viel Einfluss und Verantwortung brauchen Sie und wie viel Führung, vorgegebene Prozesse und Re-geln akzeptieren Sie von anderen?
3. Zuneigung:
Wie eng und vertraut stehen Sie zu anderen und in welchem Maß erwarten Sie, dass andere Ihnen Nähe und Vertrauen zeigen und Sie unterstützen?

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Rezension „Vertrauenskultur – Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit von Unternehmen“

 

Vertrauen wurde bisher aus der betriebswirtschaftlichen Perspektive als ,,weicher” Faktor definiert und in der Praxis selten als unmittelbar relevanter Erfolgsfaktor gesehen. Diese Sichtweise hat sich in den letzten Jahren gravierend geändert – insbesondere durch die zunehmende Komplexität in Wirtschaft und Gesellschaft.

Natalia Blank analysiert in ihrem Buch „Vertrauenskultur – Voraussetzung für Zukunftsfähigkeit von Unternehmen“ wissenschaftlich fundiert sowohl hemmende als auch fördernde Faktoren, die das Thema Vertrauen zur Entwicklung einer nachhaltig positiv wirkenden Unternehmenskultur immer stärker in den Fokus der Organisationsentwicklung rücken. Aus ihrer Arbeit geht deutlich hervor, dass weiche Faktoren nun nicht mehr länger als sekundäre Stellhebel der Veränderung und Zielsetzung in Unternehmen und Institutionen zu sehen sind, sondern als wesentliche Treiber für Talent Management, Networking und insbesondere Motivation für Leistungsbereitschaft gelten.

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FBBM – Fragebogen zur Beruflichen Motivation

 

Autorin: Frauke Wrage

Neben Fachwissen und Verhaltenskompetenzen ist die richtige Motivstruktur besonders relevant für den Berufserfolg. Motive steuern unser Verhalten. Die Motivation hat entscheidenden Einfluss auf den Arbeitserfolg.

Menschen unterscheiden sich nicht nur im Ausmaß, sondern auch in der Art ihrer Motivation. Die Fragen, die der Fragebogen zur Beruflichen Motivation – FBBM zu beantworten hilft, lauten: Welche Aspekte seiner Berufstätigkeit motivieren einen Mitarbeiter, welche Art von Anforderungen sucht er von sich aus und welche meidet er eher?

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Das i-who Persönlichkeitsscreening – ein Hilfsmittel zur Auswahl und zum Einsatz von Führungskräften

 

Theoretische Grundpositionen und Stand der empirischen Prüfung

Autor: Prof. Dr. Matthias Scharlach

Das vorgestellte i-who Screening dient der Ermittlung individueller Führungsprofile und soll ein praktikabler helfender Begleiter im Rahmen komplexer Entscheidungsunterstützungssysteme sein. Es baut auf den Erfahrungen aus über 20 Jahren Zusammenarbeit mit Unternehmen auf.

Das Anliegen des Artikels ist nicht, eine tiefgreifende theoretische Auseinandersetzung mit verschiedenen begrifflichen Auffassungen, Modellen und Vorgehensweisen zu führen, sondern dem Autor geht es vor allem
• um die theoretische Positionierung zu den Begriffen ‚Persönlichkeit‘, ‚Persönlichkeitseigenschaften‘ und ‚Struktur des Psychischen‘ sowie seine Position zur Person-Umwelt-Wechselwirkung und zur Problematik ‚Führung und Kompetenz‘;
• um die generelle Methodik der Testentwicklung in Form der Darstellung des Operationalisierungsschemas und eines dreidimensionalen theoretisches Modells als Interpretationsraum;

• um die Darstellung des Vorgehens bei der Erarbeitung von Anforderungsprofilen mittels Profilgenerator und den Vergleich mit Referenzprofilen sowie
• um erste Aussagen zur Güteprüfung des Verfahrens.

Dem Leser soll damit ermöglicht werden, sich eine eigene Meinung zur Leistungsfähigkeit des i-who Screenings und die Gewähr für dessen Qualität auf der Basis des gegenwärtigen Verfahrensentwicklungsstandes zu bilden.
Konsequent wird auf die Einschränkungen der Abbildung von Persönlichkeitsmerkmalen – von der theoretischen Sichtweise und der Merkmalsauswahl über die Modellierung und den Verfahrensaufbau bis hin zur Güte des Maßstabes ‚Referenzprofil‘ – hingewiesen, um eine relativ objektive Interpretation der Screeningergebnisse zu gewährleisten.

Den Download zum Artikel finden Sie unter dem Link: Artikel zum i-who Screening


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